ein Projekt des MSW-Welten Verlags
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Aufbruch zum Kreuzzug

Das Bild zeigt uns den inneren Hof eines Grafen- oder Fürstensitzes. Der alte Burgherr steht mit seiner trauernden Gattin und dem jüngsten Töchterlein auf der Freitreppe des steinernen Palastes mit den romanischen Bogenfenstern.
Vor ihnen steht der Beichtvater der Familie, der den jungen Grafen in dem Entschlusse, das Kreuz zu nehmen, bestärkt hat. Gattin und Söhnlein nehmen den letzten Abschied von dem in eine ferne, unbekannte Welt ziehenden Ritter. Ein Edelknabe in enganliegendem Beinkleide hält das prächtige Streitross, dessen Decke das Wappen des Herrn trägt. Der Graf und seine Lehensleute tragen nicht den Plattenpanzer späterer Zeit, sondern über der ledernen Hirnkappe oder der Ringelkapuze eine Eisenhaube mit oder ohne Nasenband, auch wohl ein breitrandiger Eisenhut. Die Brust der Kreuzfahrer schmückt das Kreuz.
Die junge Gräfin trägt ein golddurchwirktes Seidenkleid mit kostbarem Gürtel, auf dem zusammengebundenen Haare das „Gebände“ der verheirateten Frau aus Schleier und Kopftuch, darüber einen mit edlen Steinen besetzten Stirnreif.
Das von festem Turme überragte Tor, durch das die Lehensleute des Grafen einziehen, führt auf den äußeren Hof des Herrensitzes. Dort stehen die Wirtschaftsgebäude, die Stallungen für die Rösser und Rinder, die Scheunen, die Wohnungen der diensttuenden Kriegsleute und des Gesindes. Links sieht man den Oberbau des tiefen Burgbrunnens mit der Eimerwinde.
Mit dem Rufe: „Gott will es“ verlässt der Reiterzug die Burg.